Bei herrlichem Frühlingswetter traten die Kürenzer Jungs auf einem fast neuen Kunstrasenplatz an. Entsprechend mischten sich unter die Vorfreude auf das erste Rückrundenspiel auch gewisse Neidgefühle. Dass in der neuen Gruppe ein härterer Wind weht, bekamen die Kürenzer Sieben sofort zu spüren. Passsicher, offensiv ausgerichtet und dribbelstark präsentierte sich das Heimteam, bereits in den ersten Minuten flogen mehrere Bälle aufs Tor, aber entweder war Lois auf dem Posten oder das Ziel wurde verfehlt. Der Gegner lief unseren jeweiligen Ballführenden immer konsequent an und sorgte so sichtlich für Verunsicherung. Diese „Überrumpelungstaktik“ ging auf: Angesichts eines Expected-Goal-Werts von etwa 0,9 dauerte es keine fünf Minuten, bis die Bekonder über das 1:0 jubeln konnten.
Bis zum ersten wirklichen Entlastungsangriff der Kürenzer Jungs sollten noch einige Minuten vergehen. Zunächst dribbelte sich meist Eris im Mittelfeld fest. Der Gegner kam zu oft und zu leicht in der Mitte vor unserem Tor an den Ball.
Nach mehr als einer Viertelstunde gab es dann eine „Doppelhalbchance“ von erst Niklas N. und dann Philipp, die der Torwart jeweils parierte . Danach hatte Eris bis zur Halbzeit noch ein paar Torschüsse, die aber das Ziel verfehlten. Hinten fingen wir man in regelmäßigen Abständen Gegentore ein, die teils schön herausgespielt, teils aber auch unnötig waren. Die FSV-Boysschienen teils noch im Winterschlaf zu sein. Vielleicht waren sie auch vom Freitag noch platt, als die meisten nach einem anspruchsvollen Training noch einmal genau so lang auf der Wiese gekickt hatten. Zumindest wurden oft die Räume nicht sinnvoll aufgeteilt, es wurde nicht konsequent gegen den Ball gearbeitet usw. Mit einem 5:0-Rückstand und entsprechender allgemeiner Unzufriedenheit ging es in die Pause. Tiefpunkt der 1. Hälfte war eine vom Gegner direkt verwandelte Ecke.
In Hälfte 2 spielte dann Philipp weiter vorne, was hinten für Entlastung sorgte. Leider klaffte nun erst so richtig ein Loch im Mittelfeld. Die Aufteilung hinten in der Dreierkette stimmte auf einmal auch nicht mehr so ganz, sodass Bekond schnell auf 7:0 erhöhen konnte. Leider kamen die Jungs jetzt so langsam aus der Puste und zogen sich in Zweikämpfen ein paar Wehwehchen zu, und man hatte nur einen Auswechselspieler, was natürlich einer zu wenig war.Das Flügelspiel nach vorne klappte jetzt mit Niklas N. und Philipp ganz gut. Oft genug war jedoch am gegnerischen Strafraum Feierabend. Eris hatte mehrere Schusschancen und traf dabei einmal oben auf die Latte (für die FSV-Sieben rettete auf der anderen Seite ebenfalls zweimal das Aluminium). In der Defensive schafften es Luca, Anton, Eren und Niklas T. mit vereinten Kräften nun besser, die gegnerischen Angriffe zu stören oder immerhin zu verlangsamen. Es dauerte bis zur 50. Minute, bis die verzweifelten Angriffsbemühungen etwas Zählbares hervorbrachten. Eris traf nach Vorarbeit von Philipp und Dribbling quasi mit dem Schlusspfiff am Torwart vorbei ins Netz.
Fazit:
Nach einem quälend langen und eher wettkampfarmen Winter wirkten die Kürenzer Jungs noch nicht richtig eingespielt und teilweise auch etwas lustlos. Vieles muss sich noch einspielen bzw. verbessert werden, z. B. das Verteidigen bei gegnerischen Eckbällen und die Konzentration. Im Gegenzug konnte mit eigenen Ecken leider kaum Gefahr entwickelt werden. In der Abwehr wurde häufig noch lange abgewartet und entsprechend spät gestört. Was auch noch fehlte, waren gewitzte Einfälle zum Entwickeln gefährlicher Torchancen. Alles in allem lieferte man ein solides Spielfundament und mit etwas mehr Glück und Konsequenz wäre der Sieg nicht so deutlich ausgefallen. Immerhin lief die 2. Halbzeit insgesamt besser. Hervorzuheben ist noch die Torwartleistung von Lois, ohne den die Niederlage sicherlich zweistellig geworden wäre.
Ansonsten auf diesem Wege noch gute Besserung an Mohamed, der krank zu Hause dieses Spiel leider verpasste und hoffentlich beim nächsten Match wieder dabei ist.